WCAG 2.2 · Level AA · WahrnehmbarBarrierefreiheit als Cloud-Service
1.4.11 Nicht-Text-Kontrast
UI-Elemente und Grafiken brauchen mindestens 3:1 Kontrast.
Auf einen Blick
Was bedeutet dieses Kriterium?
Kurz gesagt
UI-Elemente und Grafiken brauchen mindestens 3:1 Kontrast.
Aufwand
Einfach umzusetzen, schnell erledigt
Betrifft Rolle
Design
Konformitätsstufe
Level AA
EN 301 549
Abschnitt 9.1.4.11 · BITV 2.0 · BFSG
Verständlich erklärt
Was heißt 1.4.11 für die Praxis?
UI-Elemente und Grafiken brauchen mindestens 3:1 Kontrast.
Buttons, Eingabefelder, Icons und Diagrammelemente müssen sich vom Hintergrund abheben. Der Rahmen eines Eingabefeldes muss 3:1 Kontrast haben.
Technisch formuliert: UI-Komponenten und grafische Objekte haben ein Kontrastverhältnis von mindestens 3:1.
Wer ist betroffen?
Ein Alltagsbeispiel
Wenn Websites Inhalte nur auf einem einzigen Weg anbieten — etwa nur als Bild oder nur als Audio — schließen sie Menschen aus, die diesen einen Weg nicht nutzen können. Das Erfolgskriterium 1.4.11 verhindert solche Ausschlüsse und sorgt dafür, dass Informationen in alternativen Formen zugänglich sind. Besonders betroffen sind: Sehbehinderte Menschen, Menschen mit Farbsehschwäche, Ältere Menschen.
Die Lösung
So setzen Sie es richtig um
Buttons, Eingabefelder, Icons und Diagrammelemente müssen sich vom Hintergrund abheben. Der Rahmen eines Eingabefeldes muss 3:1 Kontrast haben.
UI-Komponenten und grafische Objekte haben ein Kontrastverhältnis von mindestens 3:1.
Umsetzung
Schritt für Schritt
Konkrete Anleitung zur praktischen Umsetzung dieses Kriteriums.
- 1
UI-Elemente prüfen
Alle Rahmen, Icons und interaktiven Elemente mit dem Kontrast-Checker messen.
Praxisbeispiele
So nicht — sondern so
So nicht
Grauer Input-Rahmen (#ccc) auf weißem Hintergrund = 1,6:1.
Sondern so
Dunkelgrauer Input-Rahmen (#767676) auf weißem Hintergrund = 4,5:1.
Warum?
Rahmenfarbe des Eingabefelds
Typische Fehler
Das wird häufig falsch gemacht
Diese Fehler sehen wir in der Praxis besonders oft — und wie Sie sie vermeiden.
Darauf verlassen, dass alle gleich wahrnehmen
Entwickler gehen oft davon aus, dass alle Nutzer die Inhalte genauso sehen oder hören wie sie selbst. Das ist ein grundlegender Denkfehler — viele Menschen nutzen Hilfsprogramme, die Inhalte ganz anders präsentieren.
Nur an die Mehrheit der Nutzer denken
80%-Lösungen sind keine Lösung, wenn die verbleibenden 20% die Seite überhaupt nicht nutzen können. Barrierefreiheit bedeutet: niemand wird ausgeschlossen.
Selbst prüfen
So testen Sie dieses Kriterium
Mit diesen Methoden können Sie selbst prüfen, ob Ihre Webseite das Kriterium erfüllt.
Screenreader-Test
VoiceOver (Mac: Cmd+F5), NVDA (Windows, kostenlos) oder TalkBack (Android). Navigieren Sie durch die Seite und prüfen Sie, ob alle Inhalte sinnvoll vorgelesen werden.
CSS deaktivieren
In Chrome DevTools oder über Browser-Erweiterungen CSS ausschalten. Ist die Seite noch strukturiert und verständlich lesbar?
Automatisierte Prüfung
Tools wie Pa11y, axe DevTools oder WAVE finden viele Probleme dieses Kriteriums zuverlässig. Ergänzende manuelle Tests bleiben wichtig.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
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Wie kann ich prüfen, ob meine Seite dieses Kriterium erfüllt?▾
Welche anderen Kriterien hängen damit zusammen?▾
Verwandte Kriterien
Weiterführende Erfolgskriterien
Diese Kriterien stehen in engem Zusammenhang mit 1.4.11 und sollten gemeinsam betrachtet werden.